Steingrubenkogel - Gebhardtweg
Ein schöner, wenn auch nicht zu heißer Juli Samstag – perfekt für eine Klettertour! Nachdem die Tour über ein bekanntes Bergtouren-Portal gefunden wurde, kurzer Frust folgte, da Topos dort nur noch kostenpflichtig einzusehen sind, haben wir zu unserer großen Freude gleich eine Vielzahl an Topos direkt über den AAVI Blog gefunden – samt Tourenbeschreibung und das auch noch aus bekannter Hand von Helli und Andi aus 2017. Bestens ausgestattet also mit allerlei grafischen und textlichen Beschreibungen starteten wir am 4. Juli 2026 ganz unabhängig auf den Gebhardtweg, eine der wohl bekanntesten, frequentiertesten und inzwischen wohl auch am besten eingebohrten Routen auf den Steingrubenkogel.
Zum Einstieg gings dann teils gemeinsam mit den Kühen, die zur Alm getrieben wurden. Der Andrang auf die Route war, wie zu erwarten, groß und führte zu den ersten Verzögerungen. Die ersten Seillängen zeichneten sich dann vor allem durch kalte Hände beim klettern aus, aber ab der 4. Seillänge kam dann auch endlich die Sonne über die Gipfel der Kalkkögel. Ab da war die Route ein richtig feines Klettererlebnis, mit einer spannenden Schlüsselstelle im Kamin, durch den es sich zu stemmen galt und dem von Helli betitelten „Zwergentod“ – dem Spreizschritt kurz vor dem Ausstieg – der aber auch vom kleinsten Seilschaftsmitglied Sabine erfolgreich bewältigt wurde.
Einen Tod zu sterben gabs dann eher wieder im Abstieg, wo durch sehr ausgewaschene Rinnen ab- und zum Klettersteig wieder aufgeklettert werden musste, wobei im letzten Stück alles zerbröselte, was man in die Finger bekam.
Am Klettersteig angekommen konnte man dann beim „entspannten Spaziergang“ über die Bänder die Aussicht bewundern und sich auf Cola und Kaiserschmarrn auf der Kemater Alm bzw. im Hause Clemens S. freuen.
Leider haben wir sowohl das Tourenbuch auf der Adolf-Pichler Hütte verpasst, da wir zu spät dort ankamen um noch bewirtet zu werden, als auch eine letzte Seillänge auf den Gipfel, die nach dem ersten Abseiler laut mancher kursierender Topos wohl weiter links hoch geführt hätte. Trotzdem ein rundum gelungener Klettertag!