Skitourenwoche Avers

Tag 1

 

Bei der Anreise nahmen wir noch eine Skitour im Fürstentum Liechtenstein mit. Von Steg ging es entlang dem Valünerbach (verm. durchs Valünertal) auf den Goldlochspitz (2.110 m). Thomas und Toby stiegen bis ganz hinauf, der Rest genoss vom Vorgipfel die Aussicht aufs Rheintal. Die Abfahrt kann man vielleicht am besten mit „Gar nicht so schlecht wie erwartet ...“ zusammenfassen.

Am ersten Tag im Avers skiwanderten wir durchs Bergalgatal. Da die Schneeverhältnisse eigentlich nirgends ganz einladend aussahen, erreichten wir schließlich den Talschluss und stiegen zum Wissberg auf. Die Abfahrt war oben ganz okay, im unteren Teil war schon arg wenig Schnee. Die vielen Schneebretter flößten auch etwas Respekt ein.

Tag 3: Dieses Mal entschieden sich einige von uns, gleich vom Hotel aus zu starten und auf das Wengahorn (2.849 m) zu gehen. Ich glaube, die jüngere Fraktion entschloss sich, es dieses Mal von Juf aus Richtung Piz Piot (3.052 m) zu versuchen. Das Wengahorn sah von unten zwar vielversprechend aus, ich persönlich fand den grundlosen Schnee aber doch recht mühsam. Thomas S. ließ sich dadurch nicht beirren und bestieg den Berg gleich zweimal, während der Rest im Gasthaus schon beim Calanda saß.

Tag 4: Am vierten Tag bildete sich eine Eiskletterfraktion (um Ulrich, Lotte, Hannah, Noah, Jakob W. ... etc.?), die offenbar recht erfolgreich war. Eine andere Gruppe bestieg unter der Anleitung von Thomas S. (m. E. recht mutig bei schlechter Sicht und in steilem Hang) hinter Juf den nächsten Berg, nämlich das Mingalunhorn (2.965 m) – liebevoll „Meningitis Horn“ genannt. Die restlichen Teilnehmer ließen sich vom versprochenen besseren Schnee wieder in Richtung Piz Piot (3.052 m) locken. Die Sicht war recht mäßig. Knapp unter der magischen 3.000-m-Marke ließen wir es dann im hüfttiefen Grießschnee bleiben. Der Schnee bei der Abfahrt war wirklich gut – zum ersten Mal musste man keine Angst haben, dass man sich an den „Sharks“ die Ski oder die Gesundheit ruiniert.

Im Bild: Thomas zog es auf die Südseite – dem Vernehmen nach offensichtlich zu Recht. Am Abreisetag (für Kristin, Jakob B., Sebastian S., Jörg) zog es uns dann auch noch Richtung Mingalunhorn (2.965 m). Recht bedenkliche Geräusche, die die Schneedecke beim Betreten von sich gab, veranlassten uns allerdings vor dem steilen Gipfelhang (siehe oben) zum Abbruch – die junge Generation nahm sich daran offensichtlich ein gutes Beispiel („Gute Bergsteiger erkennt man nicht daran, auf wie vielen Bergen er/sie oben waren, sondern wie oft sie umgedreht sind“, GröBaz) und so gelangten alle wieder gut ins Tal. Auf der Heimfahrt schauten wir uns noch die Viamala-Schlucht an und waren voll der Dankbarkeit für die wunderbare Idee und Organisation durch Julia.

Was danach geschah, weiß ich naturgemäß nicht genau. Am Mittwochabend gab es jedenfalls ein Eisstockturnier inkl. Raclette – hoffentlich hat niemand sein Brot verloren („Den Stock, den Stock“ – See war ja keiner vorhanden ...). Was ich gehört habe, hat es einen Versuch auf den Piz Platta (3.392 m) gegeben, sowie wurde neuerlich der Piz Piot (3.052 m) bestiegen – die nachgereisten Rutzingers waren da ja noch nicht. 

Vielleicht will ja noch jemand ergänzen!

Alles in allem war es wunderschön ... Danke, Julia!

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