Brandjochsüdgrat & Frau Hitt – Vereinstreffen am Innsbrucker Hausberg
Auch wenn sonst niemand mehr zum Treffpunkt bei der ersten Gondel auf die Seegrube kam, verbrachten Johann H. und Helli M. einen schönen Tag auf der Nordkette und trafen überraschend viele andere Vereinsmitglieder auf dem Weg über den Brandjochsüdgrat und auf die Frau Hitt.
Schon aus meinem Schlafzimmerfenster leuchtete mir beim ersten Augenblinzeln der Brandjochsüdgrat entgegen. Mit dem E-Bike erreichte ich komfortabel die Hungerburg und konnte gemeinsam mit Johann sogar noch einen Platz in der ersten Gondel ergattern. Die Querung hinüber zum Brandjochkreuz ging wie immer überraschend rasch über die Bühne. Auf dem Weg unter uns joggten noch zwei Trailrunner, gefolgt von ihrer Kameradrohne. Überragende Wegwahl ließ uns den Runnern dann aber doch ca. fünf Minuten auf das Brandjochkreuz abnehmen. Dort trafen wir zu unserer ebenso großen Freude wie Überraschung noch Martin und Jakob, die jeweils von Hötting und Kranebitten aufgestiegen waren. Leider konnten wir sie nicht zur Begleitung über den Südgrat überreden, und so machten wir uns nach einem kurzen Plauderstündchen allein weiter auf den Weg.
Da die Trailrunning-Fraktion uns mittlerweile dann doch überholt hatte und mit den Laufschuhen im Kamin des Südgrats nicht ganz so zügig unterwegs war, kam es dort zu kleineren Verzögerungen – was aber den Vorteil hatte, dass nun endlich der legendäre Spreizschritt auch fotografisch dokumentiert ist. Nach kurzem Genuss der Aussicht am Gipfel stiegen wir über den Ostgrat unserem nächsten Ziel entgegen: dem steingewordenen Wahrzeichen der Stadt, der Frau Hitt. Am Sattel derselben trafen wir noch Ines und Thomas Z., die aus dem Gleirschtal aufgestiegen waren. Nachdem wir auch hier eine gepflegte Konversation geführt hatten, machten wir uns an die Besteigung der Frau Hitt. Obwohl ich jetzt schon dreimal oben war, war ich mir immer noch nicht ganz sicher, was eigentlich der richtige Weg hinauf ist. Dieses Mal gelangten wir über einen Kamin in der Südwand zum Grasplatzl unter dem Gipfelaufbau – von oben betrachtet war ich mir gar nicht mehr sicher, ob ich überhaupt schon zweimal denselben Weg genommen habe ...
Festgestellt werden kann jedenfalls, dass es sich am Gipfel sehr fein sitzt. Da wir das Seil schon mitgeschleppt hatten, beschlossen wir, es auch zu verwenden, und so brachten uns zwei Abseilfahrten wieder an den Fuß der Frau. Nach einer kurzen, ungefragten Belehrung zum Thema Klettersteig („Ohne Set geht das nicht, ich habe mich auch zweimal einhängen müssen!“) stiegen wir über den Schmidhubersteig wieder zur Seegrube ab und ließen den Tag bei Kasspatzln und Gröstl bereits um halb drei auf der Hotelterrasse ausklingen. Schön war’s wieder einmal ...