Großglockner - Stüdlgrat

Am Anfang war die Buchung der Stüdlhütte für 8 Personen, die bei Birgit irgendwie übrig geblieben war. Helli stellte die Option einer Glocknerbesteigung in die WhatsApp-Vereinsgruppe und die Plätze waren blitzschnell belegt. Im weiteren Verlauf gab es in der Gruppe noch ein bisschen Kommen und Gehen, zuletzt musste dann Helli aus gesundheitlichen Gründen absagen, was die kumulierte alpine Erfahrung der Gruppe ganz extrem reduzierte. Doch wir ließen uns nicht abschrecken. Motivator Jörg beschloss schon gleich zu Beginn undemokratisch die Route (--> "wir gehen alle den Stüdlgrat") und sprang damit weniger über seinen eigenen Schatten als über den einiger Tourteilnehmer. Er hatte auch als einziger schon Gipfelerfahrung am Glockner.

Am Abend auf der Stüdlhütte - noch vor dem hervorragenden Abendessen - wurde die Tagwache auf 4:00 Uhr und der Start auf unmittelbar danach festgelegt, d.h. noch vor dem Frühstück, welches ab 4:30 Uhr angeboten worden wäre. Ohne besondere Ereignisse erreichten wir den Einstieg zum Stüdlgrat. Michi und Sebastian bildeten die erste Seilschaft, Silvia und Armin stiegen danach ein und Jörg machte den Vorstieg für unsere Youngsters Veit und Moritz.

Das Frühstücksplatzl erreichten wir innerhalb der 3 h, die als Maximum vorgegeben sind, wenn man vorhat, weiterzusteigen. Von dort sind es noch vermeintlich lächerliche 250 HM, aber die Zeit verging wie im Flug und trotz der Attraktivität des Aufstiegs war es dann auch wieder schön, oben auszusteigen. Der Grat bietet schöne Aus- und Tiefblicke, immer ein bisschen Anspannung, aber letzten Endes keine wirklich kritischen Passagen - zumindest aus der Perspektive des geschafften Abschlusses (und eines Nachsteigers).

Nach einer guten Gipfelrast begannen wir den Abstieg über den Normalweg, bei dem wir weitgehend von entgegenkommenden Gruppen verschont blieben, vor allem im plattigen Abstieg vom Kleinglockner bis zum Glocknerleitl, welches weitgehend aper war und dank Seilversicherungen kein Problem darstellte. Die Adlersruhe erreichten wir gegen 15:00 (wo war die Zeit geblieben?) und nach einer Pause und einem Getränk machten wir uns auf den weiteren Weg. Michi und Sebastian wählten die Route über das Ködnitzkees, der Rest hielt den Mürztaler Steig (mit Abstieg über den Klettersteig) für die bessere Variante. So oder so ist es ein weiter Weg ins Tal. Erst gegen 20 Uhr waren wir dann vollständig beim Parkplatz am Lucknerhaus versammelt.

Auch wenn eine Glocknerbesteigung wohl oft etwas Besonderes darstellt (höchster Punkt Österreichs und so...), war die bunt zusammengewürfelte Gruppe mit ihrer Dynamik ein wesentlicher Beitrag zu dem Erlebnis und dem Spaßfaktor dieser Tour. Herzlichen Dank an die Teilnehmer!!

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